Wir wagen uns diesmal ganz ohne Marco in die Abgründe von Ron Gilbert’s The Cave und schleichen fast schon übervorsichtig durch Hitman: Absolution. Außerdem blicken wir in die düstere Zukunft von THQ sowie deren frisch verkauften Franchises und prügeln uns mit Dante und Vergil durch den aktuellen Reboot von Devil May Cry.

Download: Fast Forward Podcast #25 (MP3)

0:00:20 Begrüßung
0:01:31 The Cave
0:30:56 THQ
0:59:20 We put “the Penetrator” into “Sandboxgaming”
1:24:21 Hitman: Conviction aka Splinter Cell: Absolution
2:01:27 hier könnte ein guter DeLorean Witz stehen, stattdessen DMC
2:13:26 $ 328599 $
2:16:05 Ende *

Musik: Bit Shifter – Reformat The Planet

* kann Spuren von Sexismus enthalten


Categories: Podcast

  • Tom

    Poah, zu HITMAN kann man echt viel sagen. 🙂 Meiner Ansicht nach ist das aber eher ein gutes Zeichen. Letztlich reduziert sich das Problem ja offenbar aufs Balancing. Das war mein Gefühl beim spielen, und das bestätigt sich in euren Aussagen. Auf Normal war es zu leicht, hier hat der Instinkt-Modus jegliche Herausforderung gekillt; auf den höheren Schwierigkeitsstufen verkam der spannende Schleich-Knobel-Hybrid aber stellenweise zur reinen Geduldsprobe. Die absolut erbarmungslose Spielmechanik (KI, Sichtbarkeit, etc.) nahm einem effektiv die Möglichkeit zum Experimentieren und machte manche der Herausforderungen (keine Verkleidung benutzen, unbemerkt bleiben) so anstrengend, das man sich echt vorsehen musste, nicht die Freude am Spiel zu verlieren. Unterm Strich aber ein wirklich gutes Spiel, dass von mir noch weitaus mehr Bewunderung erhalten hätte, wenn mit DISHONORED und DEUS EX: HUMAN REVOLUTION nicht vergleichbare Titel in lebhafter Erinnerung gewesen wären. Und an ein DEUS EX kommt HITMAN halt nicht ran. 🙂

    Achja: Nachdem ich mir beim Thema Sexismus gerade ziemlich auf die Zunge beißen muss, noch ein Appell an Doreen: Gib’ Dead Space eine Chance, auch wenn Du den zweiten Teil nicht gemocht hast. Isaac braucht Dich 🙂

    • Also der Unterschied zwischen Normal und dem ersten Profi Grad ist schon amok. Hab nach dem Durchspielen noch ein paar Spezialwertungen nachgeholt und allein die gelben Punkte im Instinkt-modus, die Angeben wo relevante Sachen liegen bzw passieren können sind sehr Hilfreich. Auch scheint man auf normal nicht der Most Wanted Anzugträger zu sein und man kann sich recht Frei bewegen.

      Thema Sexismus: da uns das Thema, “Spielszenerelevant”, nun schon einige Zeit begleitet, davor auch schon in anderen Kontext(bei mir “RAP”) und……….naja ich bin die laberei die sich im kreis dreht und auch recht seltsame auswüchse annahm einfach leid. Durch die permanente Berieselung hat sich ein Sättigungsgefühl eingestellt, auch die Boulevardisierung tat ihr übriges. Auch wenns seltsam klingt. Das Ding is, es muss mal die nächste Stufe genommen werden und was getan werden und ich mein nich drüber bloggen, twittern oder sich die ellenlange Debatten liefern, das sollte vorbei sein. Wenn man die krassen Zahlen liest, warum kriegt man die nich unter einen hut, auf die Straße? Fakt is es wird sich nicht von heute auf morgen ändern, dafür isset gesellschaftlich (noch) zu verankert………das ufert doch schon recht aus darum Tom, Wir nehmen das Thema schon recht ernst, allerdings sind gewisse Aspekte eher “Lustig anzuschauen”. Die Zeit wird zeigen ob aus dem medialen Strohfeuer mehr geworden ist.

  • Doreen

    Da braucht es keinen Appell. Ich werde Dead Space 3 auf jeden Fall spielen, auch wenn ich mich nur sehr vorsichtig darauf freue.

    Und zum Sexismus: Das ich keine Freundin von ihm bin, dürfte eigentlich klar sein. Wenn doch, wäre es nicht sehr clever, sich so öffentlich damit zu “outen”. Aber das ich persönlich bei dem Thema durchaus differenziere, ist meines Erachtens der einzig vernünftige Umgang mit dem Thema. Was teilweise im Netz zum Thema herumschwirrt, ist so reisserisch wie die BILD selbst und wo das Ganze am Ende landet, hat man ja kürzlich beim Lanz erlebt. Man vermischt mal eben das Ding mit dem Dschungelcamp, es verkommt dann eher zum schlichten “Talk”. 😉

    (ich denke, ich spreche da auch etwas für Dominik und Foxel)

  • Tom

    Zu Hitman: Genau das meinte ich, Dominik. Auf Normal werden einem die Lösungen auf dem Silbertablett präsentiert, und auf dem ersten Professional-Grad stirbt man tausend Tode. Ich vermisse da ebenfalls den Mittelweg, und fürchte, das der Ein oder Andere darüber glatt den Spaß verliert. Mein Kommentar war auch kein Gegenargument, sondern eher als bestätigende Ergänzung gemeint. Im großen Ganzen müssten unsere Meinungen da harmonieren.

    Zum Thema Sexismus: Danke für die Anmerkungen, aber das weiß ich ja. Mein Gedanke ist ein anderer. Aus Sicht des Hörers wirkt es befremdlich, welche Dynamik das Thema im Podcast bekommen hat. Zur Verdeutlichung: Ihr hattet einen Podcast zu dem Thema, quasi explizit. Die darin geäußerten Meinungen und Formulierungen würde ich so nicht unterschreiben, aber das spielt auch keine Rolle, bei dem Thema ist der Diskurs entscheidend, nicht der Konsens, denn den kann es ohnehin kaum geben. In jedem Fall hatte das Thema sein Forum im FF-Podcast.
    Befremdlich ist nun aber, was vom Thema übrig bleibt bzw. nachhallt. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre ein Hörer, der über iTunes oder Google bei Euch landet und einfach so den aktuellsten Podcasts lädt – dann bekäme ich den Bodensatz zum Thema serviert, der noch in den Fugen hängt, und der längst von den reflektierteren Überlegungen entkoppelt ist. Anders gesagt: es wirkt wie ein Running Gag, und ich finde, dass ihr euch damit keinen Gefallen tut. So einfach ist das. Ihr habt durchweg alle das Herz am rechten Fleck, da bin ich mir (fast) sicher. Als Hörer möchte ich nur den Vorschlag äußern, das Thema vielleicht eine Weile ruhen zu lassen, bis es vielleicht wirklich wieder etwas zu sagen gibt.

    Ich hoffe, ich habe es jetzt nicht noch schlimmer gemacht 🙂

  • Zur Sache, warum R* gar nicht an Saints Row interessiert sind: Es wäre fast schon eine Bankrotterklärung. Die früheren GTAs waren durchaus so over-the-top wie SR. Die Serie hat sich dann aber zu ernsteren Tönen hin entwickelt. SR war quasi eine Antwort auf diese Entwicklung.
    Hätten Take 2/R* in der THQ-Auktion für Volition/SR geboten, hätten sie das Signal gesendet, dass sie mit ihrer Entwicklung der GTA-Reihe nicht [mehr] zufrieden sind. Dieses Signal wollen sie nat. nicht senden und können mit der Entwicklung nur zufrieden sein: Es verkauft sich ja dennoch sehr gut.

    Persönlich mochte ich die älteren GTA-Titel lieber, aber hey, Geschmackssache, denn wie ihr schon sagtet: Beide Serien zu haben – eine ernster, eine WTF-over-the-top-batshit-crazy -, ist eine Bereicherung für das Genre 3rd-Person-Sandbox-Shooter.

    Was ich an Saints Row wirklich liebe: Von der Charakter-Erstellung können so viele Spiele – auch viele RPGs, die normalerweise ja einige Anpassungen zulassen – sich ‘ne riesengroße Scheibe abschneiden.

    • Doreen

      Hey Jello, danke für deinen Kommentar. Welche GTA waren so over the Top? Die ersten beiden aus der Vogelperspektive oder welche meinst Du? Teil 1+2 habe ich nie durchgespielt damals, ich weiß gar nicht genau warum. Ich denke, ich konnte damals nur schwer mit der Sicht von oben etwas anfangen, aber ok, ich war jung und dumm.

      Saints Row muss ich auf jeden Fall noch spielen, das schmort noch ungespielt auf meiner Playstation. Mal sehen wann ich das mal angehe, bin aber schon gespannt ob es das erfüllen kann, was mir alle versprechen. 🙂

      • Ich finde alle GTAs bis Vice City ziemlich abgedreht. Sicher, verglichen mit Saints Row und v. a. The Third, welches die Messlatte ja nochmal ordentlich nach oben gelegt hat, mögen auch sie zahm aussehen. Den recht deutlichen Realismus-Anstrich gab’s aber erst mit San Andreas und IV [unter dem Gesichtspunkt, dass es nat. immer noch Videospiele sind und Sachen wie Pay’n’Spray hoffentlich nie verschwinden werden].